Tierheimat Frederic & Hofgut Braunenberg

Tiere im Einklang
mit der Natur

erleben – besuchen – unterstützen

Thema des Monats

Weidelandschaft

Jedes Lebewesen schöpft Energie aus seinem Umfeld.
Gerade das Pferd als Fluchttier bedarf der Weite, um zu seinem ursprünglichen Wesen zurück zu finden. Unsere Weidelandschaft wird diesem Grundbedürfnis in außergewöhnlicher Art und Weise gerecht.
Durch die Planung und konsequente Umsetzung einer – in das natürliche Landschaftsbild – eingebundenen 50 Hektar großen Weidelandschaft ermöglichen wir …

Über unsere Bewohner

Geschichten einzelner Bewohner auf dem Hofgut Braunenberg

Ein Anruf vom Hof

„Kommen Sie so schnell Sie können. Die beiden verlassenen Ponys sind angekommen.“ Wir hatten uns kurz zuvor verpflichtet, zwei Tiere aus einem sehr traurigen Umfeld zu übernehmen. Die Vorbesitzerin konnte nicht viel für die Ponys leisten, war sie doch selbst sehr krank. Ich packte meine sieben Sachen und die Hunde ein und fuhr an das Hofgut Braunenberg. Was für eine Freude, die zwei neuen Bewohner begrüßen zu können! Gleichzeitig wurde uns aber auch ein sehr trauriger Anblick geboten – vor allem von einem der Ponys. Die Ponydame kam ohne Namen. Wir fanden aber, dass Bärbel gut zu ihr passen würde. Alle vier Beine waren komplett krumm. Sie lief sogar auf einem umgeknickten Hinterhuf. Ihr Wegbegleiter Jury war ein scheues, mit Wunden überzogenes Pony. Wir wussten, dass wie sie ganz sicher heilen konnten. Bei Bärbels Problemen waren wir da nicht so sicher. Wir besprachen uns und wollten keine Zeit verlieren, um ihr möglichst rasch zu helfen. Deshalb meldeten wir Bärbel gleich in der VetSuisse in Zürich bei einer erfahrenen und kompetenten Tierärztin an. Unsere guten Beziehungen zu dieser berühmten Klinik machten es möglich. Zwei Tage darauf fuhren Bärbel und ich in die Großstadt. In der Klinik war Röntgen angesagt und die mit Angst erwartete Diagnose und Prognose. „Also“, sprach die Medizinerin Ich machte sogleich „pst, pst“, da Bärbel nichts Negatives hören sollte. Dann kam nochmal „Also“ und so laut es ging: „Da ist nichts zu machen, Sie müssen Bärbel einschläfern“. Es wurde mir heiß und kalt und Bärbel tauchte den riesigen Fliesenboden der Klinik in einen See von Pipi. 

Ich bedankte mich und fragte, ob und wo ich Bärbel kurz auf der Wiese vor der Klinik zusammen mit meiner Begleitung lassen dürfte. Alles, was zu tun war, erledigte ich, um dann mit Bärbel und meiner Begleitung wieder zurück in die neue Heimat auf Hofgut Braunenberg zu fahren. „Was, Sie wollen sie nicht hier lassen?“ „Nein, ich suche nach Hilfe und wir probieren Bärbel zu unterstützen, dass sie wieder gesund werden kann, meinte ich. 

Bärbel stolperte mir auf der Wiese so schnell sie konnte entgegen. Sie wieherte laut, steckte ihren Kopf unter meinen Arm und lachte über das ganze Gesicht. Sie hatte alles verstanden. Mit viel Liebe und Geduld gelang es dank eines fabelhaften Therapeuten ihre Beine weitestgehend gerade zu bekommen. Bärbel ist heute eines unserer schnellsten Ponys. Auch Bärbels Leidensgenosse Jury konnte sich mit liebevoller Pflege gut erholen und voll entfalten.

Geschichte von Esel Mou-Mou

Mou-Mou, ein grau-weißer, junger Esel, kam von einer Tierschutz-Organisation zu uns. Eine leider etwas nachlässige Gruppe von Eselliebhabern, die zu Gast auf einem fremden Hof waren, ließen dort einiges verwahrlosen. Übersicht, Sauberkeit und Ordnung stehen aber gerade bei Tierauffangstationen ganz oben auf der Unfallschutzliste. Leider geschah aber dort ein trauriges Unglück. 

Wir erfuhren recht schnell von Mou-Mous Unfall und, dass der liebenswürdige Esel eingeschläfert werden sollte. Er hatte ein Bein gebrochen. Hilfe ist in so einem Fall immer möglich, allerdings mit sehr viel Aufwand verbunden. Ein Sponsor hätte dringend sofort gesucht werden müssen. Dies geschah aber nicht und deshalb sprangen wir ein. Wir brachten den einmaligen und charakterstarken Grauen sofort in die Zürcher Universitätsklinik VetSuisse. Eine schwere, schmerzhafte Zeit, aufgehängt in der Hängematte, begann für den hübschen Kerl. Er wurde mit der Zeit zum Maskottchen der ganzen Klinik. Als es ihm etwas besser ging, holte er kranke Tiere bei ihren Herrchen am Parkplatz ab und begleitete sie in die Auffangstation. Genesene Patienten brachte er zurück zu ihren Auto-Anhängern. Dieses Ritual führte er noch lange bei uns am Hof fort. So guter Dinge war unser Mou-Mou, der selbst eine lange Zeit in der Klinik behandelt wurde, weil – und da sind wir uns sicher – er täglich von uns in der Klinik besucht und mit Rüben verwöhnt wurde. Keinen Tag ließen wir ihn allein in der Fremde. Heute ist Mou-Mou für alle Esel in Not eine große Stütze und für Groß und Klein eine wundervoll-clevere Bereicherung.

Kontakt

Braunenberg 2
78333 Stockach
+49 7771 875970

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